Derek Weltons Debüt an der Mailänder Scala wurde vielfach gelobt. Zu den positiven Kritiken gehörten unter anderem folgende:
»Derek Welton verkörpert die Rolle des Wotan mit einer frischen und kraftvollen Stimme. Der australische Bassbariton trägt seine Passagen mit genau richtiger Feierlichkeit vor, meistert die zahlreichen Herausforderungen der Partitur und glänzt insbesondere durch die Kraft seiner hohen Lage. Die Darbietung ist zudem meisterhaft gestaltet; der Sänger ist dank der Prägnanz und Präzision seiner Phrasierung, die er mit einer breiten Palette an Nuancen meisterhaft gestaltet, stets voll präsent. Das Ergebnis ist das Porträt eines Gottes, der von Angst und Zweifel geplagt wird, ein Opfer seiner eigenen Gesetze, der beim Abschied von seiner Lieblingstochter zärtliche Emotion nicht unterdrücken kann.“ — Opera Libera
»Da Michael Volle indisponiert ist, springt Derek Welton für ihn ein und gibt damit sein Debüt an der Scala. Mit seiner eleganten Ausstrahlung, seiner samtigen und einhüllenden Stimme, die weich und geschmeidig erklingt, und seinen schwebenden hohen Tönen ist der australische Bassbariton ein von Zweifeln zerrissener Wotan, der zuweilen kraftvoll menschlich, elegant und raffiniert in seiner Darbietung ist. Seine Konfrontation mit seiner launischen Frau Fricka ist prägnant; sein Dialog mit Brünnhilde im 2. Akt ist von Melancholie durchzogen; seine Trennung von seiner geliebten Tochter strahlt tiefe Emotionen aus.« — Connessi all’Opera
»Der Bassbariton Derek Welton … liefert eine äußerst überzeugende Darstellung des Wotan, zeigt sich ausdrucksstark in den hitzigen Wortgefechten mit seiner Frau und besonders eindringlich in seinen Wutausbrüchen … Sowohl Welton als auch Nylund haben ihre Stimmen perfekt auf die ausdrucksstarken Anforderungen der Szene abgestimmt. Wir fanden sie großartig.« — Beckmesser
»Derek Welton war als Wotan hervorragend, mit einer klaren und prägnanten Stimme.« — Affari Italiani
Dereks Rollendebüt als John Claggart an der Opéra de Lyon, das am 21. März stattfand, wurde bereits positiv aufgenommen; eine Auswahl der Pressestimmen wird in Kürze veröffentlicht.
Photograph © Brescia e Amisano | Teatro alla Scala